Die Königstocher Katharina und der römische Kaiser Maxentius.

April 16, 2019

Ob diese Geschichte wahr ist, kann man heute nicht mehr so genau sagen, denn sie ist schon sehr alt und spielt in einer Zeit, in der wir alle noch nicht leben.

Es wird also erzählt, dass der röm. Kaiser Maxentius bei einem Besuch in Ägypten die Königstochter Katharina zu sich kommen ließ. Das Mädchen war nicht nur schön, sondern auch klug. Der Kaiser wußte, dass Katharina Christin war, und er wollte mehr über Jesus erfahren.

So gingen die beiden durch den Garten und Katharina erzählte dem Kaiser alles, was sie von Jesus wußte. Doch als sie vom Tod und der Auferstehung sprach, lachte der Kaiser und spottete: „Also, wenn ich dir alles glaube, das mit der Auferstehung will ich erst glauben, wenn du aus einem Stein neues Leben erwecken kannst.“

 

Der Kaiser ging wieder in den Königspalst und ließ Katharina traurig zurück. Wie gerne hätte sie ihn überzeugt, dass Jesus nicht tot, nicht im Grab war, sondern wieder lebendig durch die Auferstehung.

 

Einige Tage vergingen und wie sehr Katharina auch grübelte, es fiel ihr nicht ein, wie sie es anstellen sollte, um neues Leben aus einem Stein zu erwecken.                                                                                In Gedanken versunken ging sie wieder einmal durch den Garten, und kam am Hühnerhof vorbei.                                       „Katharina, komm schnell her“, rief da der Bauer, „ich will dir etwas zeigen.“

Der Bauer hielt einen Korb mit etlichen Hühnereiern in der Hand. „Schau, sie fangen gerade an zu schlüpfen“, erklärte er der Königstochter. Einige Eier waren noch geschlossen, aber bei anderen erkannte man schon kleinere oder etwas größere Löcher, und wenn man genau hinhörte ein leises Klopfen vom Inneren des Eies.

„Kann ich dieses mitnehmen, um es dem Kaiser zu zeigen“, fragte Katharina und deutete auf ein Ei, wo man nicht nur ein Loch erkennen konnte, sondern auch schon einen Sprung, der fast um das ganze Ei herumging.

Der Bauer brachte ein kleineres Körbchen, hob das Ei vorsichtig hinein und deckte es mit einem weichen, warmen Tuch noch zu.

 

Katharina bedankte sich, im Laufen rief sie noch:“ Wenn ich es dem Kaiser gezeigt habe, bring ich es wieder zurück. Als sie in den Königspalast kam, liess sie sich sofort beim Kaiser melden. „Schau, was ich dir mitgebracht habe“, rief sie und stellte das Körbchen vorsichtig auf den Tisch. Dann zog sie das Tuch weg. Geduldig sah der Kaiser nun zu, wie sich das Küken von der Schale befreite und schlüpfte. Aller Spott war aus seinem Gesicht gewichen er war sehr nachdenklich geworden.

 

Etwas Hartes, in das man nicht hineinsehen konnte, hatte sich verändert. Etwas, das eigentlich zum Essen gedacht war, umhüllte neues Leben, war Schutz für dieses entstehende neue Leben,und es war fast wie ein Stein.

Warum sollte es nicht auch mit der Auferstehung Jesu so gewesen sein, wie Katharina ihm berichtet hatte. Die harten Felsen des Grabes, der Stein vor dem Grab konnten Jesus nichts anhaben. Er hat den Tod überwunden durch seine Auferstehung. Was für ein Mensch muss das gewesen sein, der die Kraft hatte, stärker als der Tod zu sein. Diese Gedanken beschäftigten den Kaiser.

 

Es heißt, dass  Maxentius sich einige Zeit nach diesem Geschehen taufen ließ und Christ wurde.

 

 

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